der Aufbau und die Weiterentwicklung unserer Web-Seite wird sich zeitlich verzögern. 
Und der Grund für diese Verzögerung ist die Erkenntnis, dass wir - ausschließlich Ehrenamtliche - schlicht den riesigen Aufwand unterschätzt haben. Das Ziel über die Historie professionell zu berichten ist ohne die Unterstützung durch Hauptamtliche nicht zu erreichen. Die notwendigen Kernarbeiten - Sammeln, Sichern, Sichten, Erforschen und Vermitteln - können wir nicht alleine leisten. Neben dem "Stadtteilarchiv Ottensen" und dem "Institut für die Geschichte der deutschen Juden" bleibt auch das "Altonaer Museum" ein sehr wichtiger Gesprächspartner. Das Museum plant den Neuaufbau einer stadthistorischen Abteilung - leider wurde diese Abteilung nach dem Museumsbrand von 1980 nicht wieder aufgebaut . Aus unserer Sicht wäre eine neue Dauerausstellung zur Geschichte Altonas wünschenwert. Wir möchten uns am Neuaufbau einer stadtgeschichtlichen Dauerausstellung aktiv beteiligen.  
Schließlich die Aufgabe die Gräben zwischen Traditionalisten und Modernisten zuzuschütten. Bis heute teilt sich Altona-Altstadt in zwei städtebauliche Zonen. Wie kann die urbane Tradition der europäischen Stadt mit der Nachkriegsmoderne von Ernst May verbunden werden? Ist ein intelligentes Gespräch über das Bauen in der historischen Mitte möglich? Wie könnte ein fairer Interessenausgleich gelingen? Ja, manches braucht seine Zeit. Und wir hoffen, dass Sie - liebe Leser - uns diese Zeit geben werden.

Initiative Historische Mitte Altona                         Hamburg-Altona, Februar 2013


Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:00 Uhr
Stadtteilkulturzentrum Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12

Themenschwerpunkt: Wohnungsbauprogramm Altona 2013: Was ist in Altona-Altstadt geplant?

Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmende!
Unter www.altona-altstadt.de finden Sie weitere Informationen sowie die aktuelle Ausgabe der Stadtteilzeitung “eins A” von Februar 2013, die in diesen Tagen im Stadtteil verteilt wird.

http://www.altona-altstadt.de/pdf/eins_A/EQ_AA_Zeitung_27_Internet.pdf






Text: Michael Studemund-Halévy

Vor 1640 gewährten die Grafen von Holstein-Schauenburg niederlassungswilligen Juden Partikular-oder Generalgeleite, von 1640 bis 1842 dann die dänische Krone.

Bis 1842 waren die Hochdeutschen Juden Schutzjuden. Waren 1611 erst vier jüdische Familien zugelassen, so kamen in den folgenden Jahren weitere hinzu. 1664 gehörten der Gemeinde 75 Familien an, von denen jedoch ein Teil in Hamburg lebte. 1712 befanden sich 228 dänische Schutzjuden in Altona, 131 in Hamburg. Die Gemeinde entwickelte sich stetig und erreichte eine Gleichstellung mit den in Hamburg ansässigen portugiesischen Juden, was Jurisdiktionsprivileg und die Etablierung des Altonaers Oberrabiners als Richter und geistliches Oberhaupt der aschkenasischen Juden in Schleswig und Holstein beinhaltete. Die Hochdeutsche Israeliten-Gemeinde erwarb Teile des Jüdischen Friedhofs Königstraße, auf dem viele ihrer bedeutenden Rabbiner bestattet wurden.
(Jakob Emden, Jonathan Eibeschütz, Jehezkiel Katzenellenbogen, Rafael Cohen, Jacob Ettlinger).

Das wirtschaftliche Übergewicht der Altonaer Jüdischen Gemeinde verschob sich Ende des 18. Jahrhunderts zugunsten Hamburgs. Im 18. Jahrhundert existierten in Altona zwei voneinander unabhängige jüdische Gemeinden: die Hochdeutsche Israeliten-Gemeinde mit ca. 600 Familien und die portugiesische Judengemeinde mit ca. 16 Familien. Mit der Auflösung der Dreigemeinde Altona – Hamburg – Wandsbek unter napoleonischer Besatzung ging die Altonaer Vorherrschaft dann zu Ende und die Zahl der dort lebenden Juden zurück.

(…)

Auszug aus dem Buch:
IM JÜDISCHEN HAMBURG
Ein Stadtführer
Autor: Michael Studemund-Halévy

Neu:
IM JÜDISCHEN HAMBURG/
Stadtführer von A-Z
Autor: Michael Studemund-Halévy


Donnerstag, 30. August von 18-20 Uhr
bei der Hauptkirche St. Trinitatis, Kirchenstr. 40

die Eröffnung des Zukunftsplanfensters Süd – Bereich Altona-Altstadt – statt. An großen Plakatwänden werden Visionen gezeigt, die während der Bearbeitung des Zukunftsplans Altona entstanden sind. Gemeinsam mit Besuchern diskutieren wir und möchten den weiteren Prozess anregen.
Für Meinungen und Statements von Interessierten bieten wir mit der Speakers Corner Raum. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Teilnahme!

Zukunftsplan-Team/Anette Quast
polis aktiv – Stadterneuerung und Moderation
www.polis-aktiv.de

 

 

 

 

 

postkarte_zkpfenster

 

 

 


Eröffnung des „Zukunftsplanfensters Altona Nord“, die am 16.8.2012 bei der Pauluskirche stattfand. Es gab vielfältige und spannende Anregungen!

Die Plakatwände stehen noch einige Wochen und laden zur Kommentierung und zur Meinungsäußerung ein (das Ganze auch per Internet: http://zukunftsplan.nexthamburg.de/)

Die Bilder wurden freundlicherweise von Christoph Schnetter/ELBBERG  Stadt – Planung – Gestaltung zur Verfügung gestellt.



Text: Martin Wendt

Das architektonisch bedeutendste Bauwerk neben der Hauptkirche war das alte Rathaus an der Königstraße als weltlicher Mittelpunkt der bis 1938 selbstständigen Stadt Altona. Nachdem der Vorgängerbau bei der Zerstörung der Stadt 1713 vernichtet worden war, errichtete der Stadtbaumeister Claus Stallknecht von 1716 bis 1720 ein neues barockes Rathaus an der alten Stelle am erweiterten dreieckigen Rathausmarkt. Mit seinem Mansarddach und der eher schlichten Fassadengestaltung orientierte sich der Bau am französischen Stil. Es war verputzt und mit dem Monogramm des dänischen Königs geschmückt, dessen Stadthalter hier als “Oberpräsident von Altona” residierte. Der Eingangsbereich wurde baulich wiederholt an die veränderten Vorstellungen der Nutzer angepasst. Auch nach seinem Verlust der Funktion als Rathaus im Jahre 1898 wurde das Bauwerk als Standesamt und Stadtarchiv genutzt.